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Volltext: "Nochmal zu den Arzneimitteln - Europäische Petition"

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13 November

Nochmal zu den Arzneimitteln - Europäische Petition

Ja, die Wellen schlagen hoch und wie zu erwarten gibt es Sand ins Getriebe von denen, die als Nutznießer eines außerhalb Apotheken bestehenden Handelsverbotes von Hilkräutern angesehen werden können. Kaum war klar, dass die Petition an den Bundestag einigermaßen regen Zuspruch finden würde (es haben 121.819 Personen bei minimal für den Erfolg nötigen 50.000 unterzeichnet), tauchten die Gegenpositionen auf. Tenor: Liebe Kinder, das ist doch Blödsinn sowas zu fordern, das Gesetz ist doch schon längst in nationales Recht umgesetzt und außerdem wird sich doch eh nix ändern ... bitte schlaft doch einfach weiter und kümmert Euch nicht weiter drum.

Entsprechendes findet sich zum Nachlesen mal hier und hier. Eine Analyse dieser väterlich wohlwollenden Einlullungen findet sich dann auch dankenswerterweise vom Autoren des Originalartikels im TAZ-Blog: http://blogs.taz.de/drogerie/2010/11/13/petition_arzneimittelwesen_wirklich_eine_dubiose_aktion/

Da kann man auch eine Petition auf Europäischer Ebene finden, die es tatsächlich lohnt zu unterschreiben. Die Deutsche Überetzung findet man hier: http://gaia-health.com/articles301/000315-german.shtml. Um überhaupt bis zu den Entscheidungsträgern zu kommen, ist es nötig, dass sich 1.000.000 Personen mit Wohnsitz in der EU an dieser Petition beteiligen.

Und nun noch was zur Kritik an der Originalpetition:

Tja, stimmt. Pflanzen bzw. Pflanzenteile oder verarbeitete Pflanzen (z.B. getrocknet weil sie sich dann länger halten) mit einer Europäischen Zulassung als Arzneimittel fallen seit November 2005 zwangsweise unter das Arzneimittelrecht. Das bedeutet nichts weiter, als dass diese Dinge nur noch von Personen oder Betrieben verkauft werden dürfen, die eine pharmakologiche Ausbildung in Form eines Zettels nachweisen können, die gesetzlich geforderten baulichen Bedingungen erfüllen und brav die regelmäßigen Kontrollen von Amtswegen bezahlen. So eine pharmakologische Ausbildung (vulgo: "Kräuterschein") kostet mehrere tausend Euronen und bedeutet einen erheblichen zeitlichen Aufwand ... beides eher schlecht erbringbar, wenn man Einzelkämpfer ist, der versuchen muss, von irgendwas zu leben. Lustige Beispiele für Pflanzenteile, die nun nur noch in Apotheken oder offiziell geadelten Kräuterläden käuflich erwerblich sind: Johanniskraut, Birkenblätter, Löwenzahnwurzeln, Weißdornbeeren, Spitzwegerich, Ackerschachtelhalm ... die Preise für diese Pflanzenteile haben sich entsprechend angepasst, eben Apothekenpreise.

Kleinbauern, die diese und andere Kräuter wie seit echt langer Zeit vom Hof abverkauft haben oder sich damit auf dem Bauernmarkt im Dorf haben erwischen lassen, wurden dann auch pflichtbewusst mit Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelrecht überzogen.
Nun, auch denen, die da immer behaupten, dass man ja nicht ranschreiben braucht, dass es sich um einen Medizinaltee handelt, sollten noch mal genauer nachdenken. Das Arzneimittelrecht (jedenfalls in Deutschland) findet unabhängig vom aufgedruckten Verwendungszweck Anwendung. Ob eine Pflanze als Arzneimittel gilt oder nicht, definiert sich über die Pflanze und deren Zustand, nicht über das Schild auf der Verpackung. Getrocknetes Johanniskraut ist in jedem Falle ein Arzneimittel mit Apothekenpflicht, egal ob das nun als rote Textilfarbe oder Duftkraut zur Raumluftverbesserung oder als Tee zur Stimmungsaufhellung, Linderung von Menstruationsbeschwerden ... whatever verkauft wird. Das gleiche gilt für Minzöl.
Klar, kann man all diese Pflanzen mit Arzneimittel"zulassung" auch lebend im Töpfchen kaufen - will man aber nicht, weil das einerseits echt teuer ist im Vergleich und natürlich weil man ja sofort einen Tee draus machen möchte ... und irendwie ist eine Birke mit entspechend viel Laub für die Verwendung der Blätter ein bisschen zu unhandlich für den Vertrieb auf dem Bauernmarkt.

Hmmm ... und auch an diesen Beispielen kann man gut erkennen, dass jemand, der die Spache beherrscht auch die Gedanken beherrscht. Die besagte Arzneimittel"zulassung" hat zumindest nach Deutscher Rechtsprechnung keinerlei optionalen Charakter wie es das Wort "Zulassung" suggeriert. Es handelt sich um eine Pflicht zum Verkauf ausschließlich durch staatlich teuer anerkannt fachkundiges Personal. Im Umkehrschluss bedeutet dies nur, dass große Kräutervertriebe die Macht haben, sich für nahezu jedes Kraut die Konkurrenz durch die kleinen lokalen Kräuterweiblein und Kleinbauern mit Hofverkauf vom Hals zu schaffen und die Kundschaft in die Apotheke zu prügeln (die nunmal bei den großen Händlern kaufen und mit einem saftigen Preisaufschlag weiterverscherbeln). Nötig ist dazu nur, das Material der Begierde über die EU als Arzneimittel deklarieren zu lassen und schon kommt das einem Handelsverbot für all die kleinen Händler gleich.

Ich für meinen Teil empfinde sowas als eher ungerecht - muss man was gegen machen.
Mitzeichnen! : http://www.gopetition.com/petition/39757/sign.html

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Geschrieben von harko um 18:09:57 Uhr - Kategorie: Entheogene , Politik , Subkultur
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