<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<rss version="2.0">
  <channel>
    <title>EntheoBlog</title>
    <link>http://blog.entheogene.de/</link>
    <description>Redaktionsblog &quot;Entheogene Blätter&quot;</description>
    <!-- optional tags -->
    <language>en-us</language>           <!-- valid langugae goes here -->
    <generator>Nucleus CMS v3.64</generator>
    <copyright>©</copyright>             <!-- Copyright notice -->
    <category>Weblog</category>
    <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
    <image>
      <url>http://blog.entheogene.de//nucleus/nucleus2.gif</url>
      <title>EntheoBlog</title>
      <link>http://blog.entheogene.de/</link>
    </image>
    <item>
 <title><![CDATA[Stevia - eine fast unendliche Geschichte endlich vor dem Abschluss?]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=660</link>
<description><![CDATA[Stevia rebaudiana (Süßblatt, Honigkraut) ist ein buschiges Kraut, welches einen Süßstoff produziert, der bis zu 300 mal süßer als Zucker, für Diabetiker als Süßstoff geeignet ist, keine Karies verursacht oder begünstigt, weder Krebserregend, noch Genotoxisch oder Fruchtbarkeitshemmend wirkt und in der EU als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff verboten ist. Der Inhalsstoff Diterpenglykosid Steviosid (oder einfach nur Steviosid) kann dennoch im Handel bezogen werden (hab schon auf Wochenmärkten kleinere Verpackungseinheiten erhalten, die als Kosmetikgrundstoff deklariert wurden). (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stevia_(Süßstoff)">WikiPedia</a>)<br />
Eine Zulassung als Lebensmittel oder als Zusatzstoff scheiterte seit Jahrzehnten regelmäßig zugunsten von Aspartam und anderen vollsynthetischen Süßstoffen ... Bis jetzt.(Zusammenfassung aus <a href="http://www.freestevia.de/">Free Stevia</a>)In den letzten Monaten konnten sich scheinbar verschiedene kleinere Hersteller und offenbar auch ein paar denkende EU-Politiker durchsetzen. Letztere wohl eher deshalb, weil in Deutschland Gerichtsverfahren anhängig sind, deren Ergebnis die Aufrechterhaltung dieses Verbotes unmöglich macht. Entscheidend dürfte gewesen sein, dass der Europäische Gerichtshof im April 2011 für Recht befand: Die Entscheidung <a href="http://www.freestevia.de/legal/LexUriServ.pdf">2000/196/EG</a> der Europäischen Kommission (komplettes Verbot der Pflanze und deren Inhaltsstoffe im Zusammenhang mit Lebensmitteln und Inverkehrbringung) keine Wirkung auf Dritte hätte, also nicht allgemein verbindlich wäre ... Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte nachgefragt, weil da eine Firma mit Stevia gesüßte Lebensmittel vertreiben wollte und folglich durch die Instanzen gemangelt werden sollte. Nun jedenfalls kann in Bayern entschieden werden, ob das eigentlich erlaubt war.<br />
<br />
Offensichtlich ist dieser Umstand auch einigen EU-Politikern aufgefallen, die bisher strikt gemauert hatten, die Kommision gar zu der oben erwähnten Kommissionsentscheidung drängten und nun die eigene Glaubwürdigkeit wanken sehen. Im Juli 2011 jedenfalls wurde vom ständigen Ausschuss für Lebensmittelsicherheit der EU eine Empfehlung ans Parlament gegeben, die sich für eine Zulassung von Steviolglykosiden innerhalb der EU ausspricht. Wie es aussieht, handelt es sich bei diesem Ausschuss um den selben, der noch wenige Jahre vorher das oben erwähnte Totalverbot, gestützt auf merkwürdige Studien, empfahl.<br />
<br />
Um dem Ganzen noch das Gschmäckle des Amtsschimmels zu geben, hat dann das Verwaltungsgericht München in einem Schnellverfahren entschieden, dass der Molkerei Scheitz (das ist die Molkerei, die mit dem Logo "Andechser Natur" hochwertigste Milchprodukte vertreibt) der Vertrieb ihres Bio-Joghurts mit Stevia-Süße eben nicht verboten werden kann, solange der Verwaltungsgerichtshof sich mit der Entscheidung über den fraglichen Status der Stevia als "Novel Food" nicht ausgekäst hat, deren Grundlage die Entscheidung des EuGH bildet. Die Entscheidung über das Schnellverfahren konnte deshalb so direkt erfolgen, weil absehbar ist, dass Steviainhaltssoffe als Lebensmittelzusatzstoff so gegen den 15. November 2011 in der EU zugelassen werden.<br />
<br />
Tja, hört sich eigentlich alles erstmal sehr normal an, wie der alltägliche Wahnsinn eines Politikerlebens eben. So richtig lustig wird's erst, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Pflanze selbst bei dieser Zulassung natürlich nicht eingeschlossen ist. Natürlich möchte man der chemischen Industrie die Möglichkeit geben, den Markt erstmal unter sich aufzuteilen: Es sind nur die Extrakte in exakt definierten Mengen und Verhältnissen zugelassen. Einfach nur die Blätter der Pflanze trocknen und als grünes Pulver oder Granulat zum Süßen verkaufen ist nicht. Genau letzteres wäre aber die einfachste und effizienteste Anwendung der Pflanze.]]></description>
 <category>Politik</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=660</comments>
 <pubDate>Mon, 3 Oct 2011 18:05:12 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Mehrere Remotedesktop Verbindungen mit Windows 7 (Professional) ]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=658</link>
<description><![CDATA[Weil ich echt gesucht habe und wirklich nur englischsprachige Hinweise fand, die zudem noch über längere Threads in Diskussionsforen verteilt sind, fasse ich mal (hauptsächlich für mich als Gedankenstütze) zusammen, wie es zu bewerkstelligen ist, dass Windows 7 in den Geschmacksrichtungen Home Premium, Professional, Ultimate dazu zu bewegen ist, mehr als eine gleichzeitige Konsolensession via RDP (Remotedesktop) zu gestatten.<br />
<br />
Das Problem mal kurz: Die Möglichkeit mehrere Nutzer gleichzeitig in ihrer Arbeitsumgebung anzumelden und das Windows-System nutzen zu lassen, möchte M$ gern den Serverversionen ihrer Software vorbehalten. Diese unterscheiden sich jedoch zumindest an der Stelle der Multiuserfähigkeit nicht wesentlich von den Desktopversionen. Versucht man nun also, bei gleichzeitig an der Konsole angemeldetem Benutzer, einen Remotedesktop zu öffnen, so hat man die Wahl, den bereits angemeldeten User vom System abzumelden oder es einfach bleiben zu lassen. Dieses Verhalten hat keine technischen Hintergründe sondern ist eine willkürliche Einschränkung der Funktionalität dieses ansonsten mehrbenutzerfähigen Systems. Da es sich aber um eine lang gepflegte Tradition seitens M$ handelt, gab es natürlich bereits zu XP-Zeiten Leute, die das System erfolgreich von der Aufgabe dieser Tradition überzeugten - und diese Leute haben dann auch gleich bei jeder neu erschienenen Version den selben Vorgang wiederholt.<br />
<br />
Wenn man das Folgende im Original zum selberlesen haben möchte (auch falls wiedererwarten Probleme auftauchen):<br />
<a href="http://thegreenbutton.com/forums/t/79427.aspx?PageIndex=1">http://thegreenbutton.com/forums/t/79427.aspx?PageIndex=1</a>Der gerade genannte Thread beginnt mit der Vorstellung des Patches. Dabei sind mehrere Versionen wählbar, von denen ich die Version 1.1 von Alex nutzte:<br />
<a href="http://www.mediafire.com/file/hzz2l5mznzm/Concurrent_RDP_Win7_RTM_patcher_v1.1.zip">http://www.mediafire.com/file/hzz2l5mznzm/Concurrent_RDP_Win7_RTM_patcher_v1.1.zip</a><br />
<br />
Der Patch tut letztlich mehrere Dinge: einerseits verändert er die Datei termsrv.dll an zwei Stellen und andererseits legt er einige Registry-Keys an bzw. ändert deren Werte, wenn sie vorhanden sind. Wegen der Userfaulheit wird noch der Port 3389 in der Windowsfirewall geöffnet, so dass man auch von draußen auf das System zugreifen darf. Um das alles machen zu können muss man die install.cmd als Administrator (idealerweise aus dem Microsoft Explorer über den Kontextmenüeintrag "Als Administrator starten") starten. Die Nachfrage, ob die Datei denn den Rechner ändern darf bejaht man. Falls die cmd aus einer Applikation wie dem Total Commander oder dergleichen gestartet wurde, so kann es auf 64-Bit Systemen sein, dass die cmd als 32-Bit Applikation gestartet wurde, der Patch also nicht funktionieren würde. Das Script testet das ab und bricht mit einer entsprechenden Meldung ab ... also Windows Explorer nutzen.<br />
<br />
In diesem zip-File gibt es mehrere Dateien von denen im Vorfeld erstmal die Datei install.cmd interessiert. Diese Datei wird ausgeführt um den Terminalserverdienst, so er denn läuft, zu beenden, die termsrv.dll als Backupdatei in Kopie anzulegen, die Registry-Einträge zu schreiben und den Dienst wieder zu starten. Zu diesem Zwecke muss das Script erstmal die Fileberechtigungen der termsrv.dll an den Administrator vergeben (per default darf nur der Systemuser dran rummachen). Die cmd ist für den Einsatz in einer englischen Version des Betriebssystems gedacht und muss vor der Benutzung nun also erstmal eingedeutscht werden. Das passiert an genau einer Stelle: In Zeile 319 wird statt "Administrators" das Wort "Administratoren" hingeschrieben. Es wird also die englischsprachige Benutzergruppe Administrators gegen die deutschsprachige Version getauscht.<br />
<br />
Das war's dann aber auch schon als Vorbereitung. Dann eben die install.cmd als Administrator ausführen und den Bildschirmanweisungen folgen. Wenn man möchte, dass sich ein und der selbe User mehrmals unter dem selben Nutzernamen anmelden darf, so bejaht man die erste Frage und wenn man den Usern kein Passwort gegeben hat, also der Desktop normalerweise automatisch startet, so bejaht man die zweite Frage auch ... halte ich aber für eine sehr unclevere Idee. Multi-User Rechner, die am Internet hängen sollten in jedem Falle zumindest eine Passwortabfrage vor dem Login vorschreiben --> also besser jedem User auf dem System ein Passwort zuweisen und die zweite Frage verneinen.<br />
<br />
Das Script gibt dann noch einige Meldungen zu den grad ausgeführten Aktionen und wartet am Ende auf einen Tastendruck zur Beendigung. Als ich das auf meinem Win7 Pro durchführte, wurde auf ganzer Linie Erfolg gemeldet.<br />
<br />
Eine kleine Unzulänglichkeit ist allerdings im Script vorhanden: es stoppt nur einen der beiden vom Remotedesktop benötigten Dienste (Den Terminalserver) und startet auch nur diesen erneut. Nach dem Patch ist also ein Neustart auch des anderen Dienstes nötig, um eine zweite parallele Session zu starten. Das bekommt man am saubersten mit einem Reboot hin. Nach dem Reboot (oder dem manuellen Stop-->Start des Dienstes UmRdpService) kann man das alles mal testen. Dazu baut man einfach eine Remotedesktop Verbindung (Alle Programme-->Zubehör-->Remotedesktopverbindung) zum gerade gepatchten Rechner auf.<br />
<br />
Falls man nur den einen gerade zur Verfügung hat, so nimmt man als IP-Adresse eine der Loop-Adressen, z.B. 127.0.0.2 (nicht die .1 oder die Ip-Adresse, welche der Netzwerkkarte zugeordnet ist ... da verhäddert er sich, weil ja unklar ist, ob er nun senden oder lauschen soll). Es kommt der übliche Loginscreen des Remotedesktop und nach Userdateneingabe hat man zusätzlich den Desktop des anderen Nutzers auf dem Schirm.<br />
]]></description>
 <category>Technik</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=658</comments>
 <pubDate>Fri, 14 Jan 2011 05:39:18 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Nochmal zu den Arzneimitteln - Europäische Petition]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=628</link>
<description><![CDATA[Ja, die Wellen schlagen hoch und wie zu erwarten gibt es Sand ins Getriebe von denen, die als Nutznießer eines außerhalb Apotheken bestehenden Handelsverbotes von Hilkräutern angesehen werden können. Kaum war klar, dass die Petition an den Bundestag einigermaßen regen Zuspruch finden würde (es haben 121.819 Personen bei minimal für den Erfolg nötigen 50.000 unterzeichnet), tauchten die Gegenpositionen auf. Tenor: Liebe Kinder, das ist doch Blödsinn sowas zu fordern, das Gesetz ist doch schon längst in nationales Recht umgesetzt und außerdem wird sich doch eh nix ändern ... bitte schlaft doch einfach weiter und kümmert Euch nicht weiter drum.<br />
<br />
Entsprechendes findet sich zum Nachlesen mal <a href="http://www.phytotherapie-komitee.de/News/KFN_17-10.pdf">hier</a> und <a href="http://www.bildblog.de/25155/kraut-und-rueben/">hier</a>. Eine Analyse dieser väterlich wohlwollenden Einlullungen findet sich dann auch dankenswerterweise vom Autoren des Originalartikels im <a href="http://blogs.taz.de/drogerie/2010/11/13/petition_arzneimittelwesen_wirklich_eine_dubiose_aktion/">TAZ-Blog: <a href="http://blogs.taz.de/drogerie/2010/11/13/petition_arzneimittelwesen_wirklich_eine_dubiose_aktion/" onclick="javascript:window.open(this.href, '_blank'); return false;">http://blogs.taz.de/drogerie/2010/11/13/petition_arzneimittelwesen_wirklich_eine_dubiose_aktion/</a></a><br />
<br />
Da kann man auch eine <a href="http://www.gopetition.com/petition/39757.html">Petition auf Europäischer Ebene</a> finden, die es tatsächlich lohnt zu unterschreiben. Die Deutsche Überetzung findet man <a href="http://gaia-health.com/articles301/000315-german.shtml">hier: <a href="http://gaia-health.com/articles301/000315-german.shtml" onclick="javascript:window.open(this.href, '_blank'); return false;">http://gaia-health.com/articles301/000315-german.shtml</a></a>. Um überhaupt bis zu den Entscheidungsträgern zu kommen, ist es nötig, dass sich 1.000.000 Personen mit Wohnsitz in der EU an dieser Petition beteiligen.<br />
Und nun noch was zur Kritik an der Originalpetition:<br />
<br />
Tja, stimmt. Pflanzen bzw. Pflanzenteile oder verarbeitete Pflanzen (z.B. getrocknet weil sie sich dann länger halten) mit einer Europäischen Zulassung als Arzneimittel fallen seit November 2005 zwangsweise unter das Arzneimittelrecht. Das bedeutet nichts weiter, als dass diese Dinge <i>nur</i> noch von Personen oder Betrieben verkauft werden dürfen, die eine pharmakologiche Ausbildung in Form eines Zettels nachweisen können, die gesetzlich geforderten baulichen Bedingungen erfüllen und brav die regelmäßigen Kontrollen von Amtswegen bezahlen. So eine pharmakologische Ausbildung (vulgo: "Kräuterschein") kostet mehrere tausend Euronen und bedeutet einen erheblichen zeitlichen Aufwand ... beides eher schlecht erbringbar, wenn man Einzelkämpfer ist, der versuchen muss, von irgendwas zu leben. Lustige Beispiele für Pflanzenteile, die nun nur noch in Apotheken oder offiziell geadelten Kräuterläden käuflich erwerblich sind: Johanniskraut, Birkenblätter, Löwenzahnwurzeln,  Weißdornbeeren, Spitzwegerich, Ackerschachtelhalm ... die Preise für diese Pflanzenteile haben sich entsprechend angepasst, eben Apothekenpreise.<br />
<br />
Kleinbauern, die diese und andere Kräuter wie seit echt langer Zeit vom Hof abverkauft haben oder sich damit auf dem Bauernmarkt im Dorf haben erwischen lassen, wurden dann auch pflichtbewusst mit Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelrecht überzogen.<br />
Nun, auch denen, die da immer behaupten, dass man ja nicht ranschreiben braucht, dass es sich um einen Medizinaltee handelt, sollten noch mal genauer nachdenken. Das Arzneimittelrecht (jedenfalls in Deutschland) findet unabhängig vom aufgedruckten Verwendungszweck Anwendung. Ob eine Pflanze als Arzneimittel gilt oder nicht, definiert sich über die Pflanze und deren Zustand, nicht über das Schild auf der Verpackung. Getrocknetes Johanniskraut ist in jedem Falle ein Arzneimittel mit Apothekenpflicht, egal ob das nun als rote Textilfarbe oder Duftkraut zur Raumluftverbesserung oder als Tee zur Stimmungsaufhellung, Linderung von Menstruationsbeschwerden ... whatever verkauft wird. Das gleiche gilt für Minzöl.<br />
Klar, kann man all diese Pflanzen mit Arzneimittel"zulassung" auch lebend im Töpfchen kaufen - will man aber nicht, weil das einerseits echt teuer ist im Vergleich und natürlich weil man ja sofort einen Tee draus machen möchte ... und irendwie ist eine Birke mit entspechend viel Laub für die Verwendung der Blätter ein bisschen zu unhandlich für den Vertrieb auf dem Bauernmarkt.<br />
<br />
Hmmm ... und auch an diesen Beispielen kann man gut erkennen, dass jemand, der die Spache beherrscht auch die Gedanken beherrscht. Die besagte Arzneimittel"zulassung" hat zumindest nach Deutscher Rechtsprechnung keinerlei optionalen Charakter wie es das Wort "Zulassung" suggeriert. Es handelt sich um eine Pflicht zum Verkauf ausschließlich durch staatlich teuer anerkannt fachkundiges Personal. Im Umkehrschluss bedeutet dies nur, dass große Kräutervertriebe die Macht haben, sich für nahezu jedes Kraut die Konkurrenz durch die kleinen lokalen Kräuterweiblein und Kleinbauern mit Hofverkauf vom Hals zu schaffen und die Kundschaft in die Apotheke zu prügeln (die nunmal bei den großen Händlern kaufen und mit einem saftigen Preisaufschlag weiterverscherbeln). Nötig ist dazu nur, das Material der Begierde über die EU als Arzneimittel deklarieren zu lassen und schon kommt das einem Handelsverbot für all die kleinen Händler gleich.<br />
<br />
Ich für meinen Teil empfinde sowas als eher ungerecht - muss man was gegen machen.<br />
<a href="http://www.gopetition.com/petition/39757/sign.html">Mitzeichnen! : <a href="http://www.gopetition.com/petition/39757/sign.html" onclick="javascript:window.open(this.href, '_blank'); return false;">http://www.gopetition.com/petition/39757/sign.html</a></a>]]></description>
 <category>Entheogene</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=628</comments>
 <pubDate>Sat, 13 Nov 2010 18:09:57 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Petition gegen EU-weites Heilpflanzenverbot - MITZEICHNEN!]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=601</link>
<description><![CDATA[Scheinbar haben sie es dann also doch geschafft: Ausreichend gut finanzierte Lobbyarbeit (vulgo "schmieren") reichte offensichtlich aus um ein EU-Gesetz auf den Weg zu bringen, das in letzter Konsequenz jedes wirksame Kräutlein zum Arzneimittel stempelt und gleichzeitig ein prohibitiv komplexes Zulassungsverfahren für dessen Zulassung fordert. Kann das Zulassungsverfahren nicht erfolgreich abgeschlossen werden (z.B. weil die wenigen kleinen Importeure nicht die finanziellen Mittel für pharmakolgische, (mikro)biologische oder gar klinische Tests aufbringen können), darf man das Kräutlein eben nicht mehr verkaufen.<br />
<br />
Da dieses Vorgehen einem Verbot nahezu aller, in den letzten 15 Jahren aus anderen Kulturen übernommener Arzneipflanzen gleichkommt, dürfte die zunehmend heilsame Selbstmedikation mit Naturprodukten auf das Niveau der frühen 80er Jahre zurückfallen.<br />
<br />
Um dieses Szenario zumindest für Deutschland zu verhindern kann man vieles machen, der erste Schritt sollte jedoch darin bestehen, die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032">Petition</a> an den Deutschen Bundestag (<a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032">https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032</a>) mit zu unterzeichnen.<br />
<br />
Doch wie kam es eigentlich zu einer solchen Eskalation?<br />
Pharmariesen und Chemiemultis schielen schon lang mit Argwohn auf die Konkurrenz aus der Volks- und Naturmedizin. Noch vor 15 Jahren waren die Beschaffungsmöglichkeiten des Einzelnen und kleiner Händler hinsichtlich Wissenstransfer und Pflanzenmaterial arg beschränkt - mit wachsenden Kommunikationsmöglichkeiten fielen aber diese Schranken und der Argwohn wich einer zunehmenden Verärgerung. Auf nationaler Ebene wurden immer höhere Hürden für den freien Verkauf solcherlei wirksamer, dem Deutschen Arzneirecht jedoch unbekannter Pfanzen aufgestellt und gipfelten in der Entscheidung, dass einfach alle irgendwie wirksamen Pflanzen - unabhängig von ihrer Verwendung oder ihrer Erwähnung im Pharmaindex - als Arzneipflanzen zu behandeln wären. Dieses Vorgehen galt jedoch nur für Deutschland; zugegeben einer der ertragreichsten Pharmamärkte in Europa und damit ein, aus Sicht der Phamraindustrie, besonders 'schutzwürdiger' Markt. Andere Staatsdiener haben sich da nicht so schnell einwickeln lassen, weshalb also besser ein Europäisches Gesetz her muss.<br />
<br />
Dieses haben wir dann jetzt gleich (hoffentlich nicht). Hier noch der Link zum Nachlesen.<br />
<a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:32004L0024:DE:HTML">Traditional Herbal Medical Product Directive (THMPD)</a><br />
<br />
Darin wird unter anderem das Zulassungsverfahren beschrieben. Dieses sieht für langjährig in Verwendung befindliche Medizinalpflanzen ein erleichtertes Zulassungsverfahren vor, in dem es eigentlich ausreicht, die traditionelle Verwendung über die letzten 30 Jahre (und davon mindestens 15 Jahre in der EU) nachzuweisen. Praktisch ist also alles, was nach dem Boom des WWW als Wissens-  und Bezugsquelle dazu kam und dazu kommt, aus diesem vereinfachten Verfahren ausgeschlossen. Der Markt für neu wiederentdeckte, traditionelle pflanzliche Heilmittel bleibt also denen vorbehalten, die genügend Geld für ein pharmazeutisches Zulassungsverfahren haben - eben die Pharmaindustrie. Die bisweilen gute Wirksamkeit solcher lang verschütteter Wiederentdeckungen kann man recht gut an Kava Kava ermessen, für dessen Einstufung als gefährliches Arzneimittel erst ein paar Alkoholiker herhalten mussten, die diesen Stimmungsaufheller trotz Warnung in großen Mengen zu sich nahmen und dann an Leberversagen starben (was sie praktisch bei jedem Stimmungsaufheller getan hätten ... deshalb bekamen sie ja keinen vom Arzt sondern sind im Supermarkt fündig geworden).<br />
<br />
Aber wie dem auch sei, irgendwas is halt immer ... z.B. wurde irgendwie in der Definition einer Heilpflanze genau gesagt, dass die Anwendung oral, äußerlich oder per Inhalation stattfinden muss. Bin mal gesapnnt, wann es die ersten Zäpfchen gibt, auf denen steht, dass man sie auf keinen Fall in kochendes Wasser schmeißen soll um dann den vermeindlichen Tee zu trinken, oder gar einen Kräuterbitter draus ansetzt, der sicherlich $Wirkung hätte.<br />
Und dann ist da noch die Sache mit den Aromen und Geschmacksträgern - also eine Frage der Grenzwerte zulässiger Inhaltsstoffkonzentrationen. Und die Sache mit den Getränkegrundstoffen ... aber will man das denn? Will man vielleicht doch einfach zur Kräuterhexe am Ort gehen (egal ob die nun hauptsächlich chinesisch spricht oder ihre Tradition eher bei Frau v. Bingen sieht) und sich ein bisschen Lingh Chi (Ganoderma Lucidum) oder etwas roten Sonnenhut (Echinacea purpurea) für den Tee gegen die hässliche Erkältung holen? Zugegeben, die beiden sind schon jetzt Apothekenpflichtig (wenn als Medizin verkauft) und damit in Deutschland bereits nicht mehr unverarbeitet beim Kräuterweiblein erhältlich, aber da gibt es ja noch viele andere sinnvolle Sachen - bis jetzt. Diese Sachen will ich dort nach der postulierten Wirkung kaufen können, selbst wenn es sich um eine Placebowirkung handelt.<br />
<br />
In diesem Sinne: <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032">TEILNEHMEN!</a>]]></description>
 <category>Entheogene</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=601</comments>
 <pubDate>Fri, 5 Nov 2010 03:55:43 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Lustiger Spam - nach den Schneidern nun die Maler]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=565</link>
<description><![CDATA[Das muss dann doch mal gesagt werden: Manchmal ist Spam eine wirklich unterhaltsame Sache im Posteingang.<br />
<br />
Vor Jahren kamen Mails von Schneidern, die mir Maßanzüge verkaufen wollten. Das sollte so laufen: Ich nehme Maß, schicke diese Maße nach Thailand/China/sonstwo und bekomme den dazu passenden, handgefertigten Maßanzug nach dem von mir auf der entsprechenden Website ausgewählten Design.<br />
Nunja, dieses Modell hatte sich spätestens seit "Cryptonomicon" soweit durchgesetzt, dass man mittlerweile in Berlin Läden finden kann, die nur noch das Maßnehmen durchführen, der Rest wird in Bulgarien oder sonstwo auf dem Balkan gemacht. Ein paar Wochen später holt man sich dort dann den Maßanzug (oder was auch immer man haben wollte) ab. Der Preis ist um einiges geringer als das, was man bei einem Herrenausstatter für eine ähnliche Arbeit zu bezahlen hat.<br />
<br />
Heute nun hatte ich vor dem Spam-Löschen mal in die Werbung geschaut, die da mit "handmade oil painting" überschrieben war: Da bietet mir ein cleverer Chinese an, von jedem Foto, dass ich ihm per eMail schicke, ein handgemaltes Ölgemälde in Museumsqualität zu fertigen (wenigstens isses kein Fußgemaltes - also kein MitleidsSPAM). Es soll auch nicht teuer sein.<br />
<br />
<cite><br />
We can turn any photograph and digital image into a handmade oil painting. <br />
 <br />
If you are interested then please email us the image you would like painted and receive an exact quote. <br />
 <br />
Museum quality paintings from China, attractive prices.<br />
</cite><br />
<br />
Als Schlussfolgerung bleibt nur, dass es wohl einige gibt, die das mit der Produktnachahmung mal auf künstlerische Füße stellen wollen und dann eben gleich als Maler tätig werden.<br />
Find' ich ernsthaft gut ... sollte es jemanden geben der sowas als Community/Auftragsbeschaffungs-Plattform für Kunststudenten/Künstler aufgesetzt hat, so sei ihr/ihm meine Hochachtung ausgesprochen. Es ist eben schwer, von Kunst zu leben, da kann solches wirklich helfen.]]></description>
 <category>Entheogene</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=565</comments>
 <pubDate>Wed, 6 Oct 2010 17:32:47 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[OKI C5540 - Verbrauchsmaterialien Reset]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=555</link>
<description><![CDATA[Nochmal was zu der Sache mit dem OKI C5540 - Drucker. Dieser Drucker ist die Farbversion des OKI 5540, wobei die wesentlichen Sachen im BIOS der Kiste identisch mit der Farbversion sind.<br />
<br />
Nachdem nun also ca. 16500 Seiten über die schwarze Trommel gelaufen sind, meldet der Drucker, dass die "Standzeit" der schwarzen Trommel ihrem Ende entgegen geht bzw. überschritten ist (wohl gemerkt, nicht die Leistung, nur die gedruckte Seitenzahl). Das Druckbild sieht allerdings immer noch so aus wie am ersten Tag - warum also austauschen? Den Drucker nach seiner Meldung, dass nun aber wirklich neu sein müsste und anschließender Dienstquittierung einfach auf zumachen und wieder zu schließen, bringt dann nur für die nächsten 1000 Seiten was - auch wenn man das nach Test mindestens 3 mal machen kann.<br />
<br />
Also nochmal die Suchmaschine des geringsten Misstrauens bemühen und folgendes finden:Wieder bei <a href="http://www.fixyourownprinter.com/forums/laser/33634">fixyourownprinter.com/</a> gabs einen Hinweis, der in der Form super funktionierte ... allerdings musste man "up" und "down" gegen "+" und "-" tauschen und diese beiden Tasten auch beim initialen Ausschalten drücken. <br />
<br />
Hier der Originaltext:<br />
<br />
this ist the way... to reset 5540 counter:<br />
<br />
1. Turn machine on while pushing and holding the TWO up/down menu buttons at same time. <br />
2. Menu window will show "OKI USER" <br />
3. Scroll to " Engine Dialog Mode" is indicated. Push Enter button. <br />
4. "Diagnostic Mode xx.xx.xx S-Mode is indicated. <br />
5. Scroll to "NV-Ram initial" is indicated. Push ENTER. <br />
6. Window shows "NV-Ram- Initial Table 1". <br />
7. Push ONLINE and ENTER Buttons simultaneously and HOLD for 10 seconds after you see "Executing Reset" appear in menu window. <br />
8. Restart printer. <br />
<br />
All toner, drum, fuser and transfer figures return to 99%.<br />
<br />
Übersetzt und ergänzt:<br />
<br />
1a. Die Tasten + und - gedrückt halten und dabei den Drucker ausschalten.<br />
1b. Die Tasten + und - gedrückt halten und dabei den Drucker einschalten.<br />
2. Das Menü "OKI User" erscheint.<br />
3. Mit der Taste + oder - bis zum "Engine Dialog Mode" scrollen und "Enter" drücken.<br />
4. "Diagnostic Mode xx.xx.xx S-Mode" wird angezeigt.<br />
5. Mit der + oder - Taste bis zu "NV-Ram initial" scrollen und "Enter" drücken.<br />
6. Es erscheint "NV-Ram- Initial Table 1"<br />
7. Den "Online" und den "Enter" - Knopf gedrückt halten (dabei den "Online" zuerst) bis "Executing Reset" auf dem Display erscheint.<br />
8. Den Drucker neu starten ... eben aus und an-schalten.<br />
<br />
Ich bin erstmal aus den Menüs mit dem wiederholt gedrückten "Back"-Knopf rausgewechselt, es dürfte allerdings auch ausreichen, einfach den Drucker auszuschalten. Wichtig ist eben nur, das die Kiste mit dem Reset fertig wird, bevor man ihn ausschaltet (deshalb war ich auch aus den Menüs rausgewechselt ... wenn das geht, so ist er wohl fertig mit dem Reset).<br />
<br />
Naja, nach dem nächsten Einschalten hab ich dann noch geprüft, ob die Einstellungen noch so sind, wie ich sie hinterlassen hatte - alles OK.<br />
<br />
Einziger Effekt war, dass nun die Fehlermeldung wegen der zu alten Trommel verschwand.]]></description>
 <category>Technik</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=555</comments>
 <pubDate>Sun, 26 Sep 2010 06:38:30 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Alice Modem 1111 - es wird echt immer schlimmer]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=541</link>
<description><![CDATA[Es musste noch ein weiterer ISDN-Anschluss her, also flugs einen solchen beim blonden Internet geordert. Da ist immer auch ein ADSL2+ mit bei und dazu gehört nunmal ein DSL-Modem. Dieses wurde auch brav geschickt und sieht so aus wie der Router, den man mir früher schon mal schickte. Fehlt nur die W-Lan Antenne.<br />
<br />
Das Gerät wird entgegen der Aufschrift als Router vorkonfiguriert ausgeliefert - aber irgendwie hinterlässt der erste Eindruck ein watteweiches Gaga-Gefühl im Kopf. Da muss man was machen:<br />
Ein guter Start für dieses ist ja meist, die MAC-Adresse des Gerätes. Diese findet sich nicht auf der Geräteaußenseite vermerkt und ist am einfachsten zu finden indem man die IP-Adresse des Gerätes mit seinem Browser ansurft und dort einfach mal ohne Passworte zu setzen oder den Assistenten zuende zu führen das Webinterface begutachtet.<br />
Die letzten 6 Zeichen (ohne die Doppelpunkte) der MAC-Adresse (bei Buchstaben groß schreiben) sind wie auch beim anderen Router Teil des admin-Passwortes für die Kiste.<br />
Login: admin<br />
Passwort: AliceXXXXXX123<br />
Auch bei diesem Router kann man sicherheitshalber mal das User-Passwort im Webinterface auf das grad genannte Admin-Passwort setzen.<br />
<br />
Das Webinterface bietet leider keine Möglichkeit, die Configurationsdatei des Gerätes zu sichern. Dazu muss man eine separate Datei mit seinem Browser öffnen:<br />
<b>http://192.168.1.1/config/</b><br />
Das angebotene File speichern und mal reinschaun wenn einem danach ist.<br />
<br />
Das Webinterface bietet auch keine Möglichkeit, die lokale IP-Adresse des Gerätes zu ändern (was blöd ist, wenn alle anderen Rechner im Netz feste IPs haben und diese nicht in 192.168.1.xxx liegen). Hier hilft telnet mit den oben genannten Logindaten.<br />
<br />
<b>telnet 192.168.1.1</b><br />
<br />
Auf diesem Command-Line-Interface (CLI) kann man '?' tippen und bekommt alle verfügbaren Kommandos. Die Shell kann Tab-Completion ausführen und bietet auch die Auflistung von Kommandozusätzen.<br />
<br />
Also tippt man mal<br />
<b>ip [TAB]</b><br />
und bekommt eine Auflistung der entsprechenden Parameter. Die 'Cursur-Up' Taste holt die letzten Kommandos ind die Kommandozeile, man schreibt also ip set [TAB]. Das komplette Kommando:<br />
<b>ip set interface iplan ipaddress xxx.xxx.xxx.xxx</b><br />
Wenn einem die Netzmaske nicht gefällt, dann eben noch:<br />
<b>ip set interface iplan netmask xxx.xxx.xxx.xxx</b><br />
<br />
Jedenfalls kann man auf diese Weise die ganzen schönen Einstellungen ändern und den eigenen Wünschen entsprechend anpassen. Nach setzen der IP-Adresse hat der Router sofort diese, man muss also eine neue telnet-Session auf die neue IP-Aresse starten. Falls man im lokalen Netz einen eigenen DHCP-Server hat oder alle IPs statisch vergeben möchte, sollte man noch den DHCP-Server der Box ausschalten (da der anderenfalls einfach mal dazwischenquatscht und alles kaputt macht). Auf dem CLI also tippen:<br />
<b>dhcpserver disable</b><br />
Will man den DHCP-Server der Box betreiben, so sollte man zumindest noch was mit dessen Einstellungen tun. Er passt seine zu vergebenden Adressen nicht vollständig an (es wird nur der am weitesten links stehende Teil der LAN-IP korrigiert, alles andere bleibt bei xxx.168.1.xxx).<br />
<br />
Wenn man fertig ist damit, so muss die Konfiguration noch in die Startscripte der Box eingetragen werden:<br />
<b>system config save</b><br />
<br />
Dieses Kommando bringt nach einigen Sekunden eine Erfolgsmeldung. Danach wäre ein Reboot der Kiste vielleicht angebracht:<br />
<b>system restart</b><br />
<br />
Das Teil bootet nun neu und hat die neue Konfiguration gefressen. Das kann man überprüfen indem man sich einfach noch einmal, wie ganz oben beschrieben, die Config-Datei per Webbrowser abholt und sich die fraglichen Einträge anschaut.<br />
<br />
Ob es sinnvoll ist, die Config-Datei einfach zu editieren und über das selbe Webinterface hochzuladen, hab ich (noch) nicht überprüft ... kann ja mal jemand probieren.<br />
<br />
Falls es da draußen jemanden gibt, der die URL des offensichtlich vorhandenen Webinterface (also das ohne die Beschränkungen von Hansenet) kennt, so wäre es eine Heldentat, diese hier mal mitzuteilen. Telnet ist nicht jedermanns Sache und eigentlich möchte man klicken statt zu tippen.<br />
]]></description>
 <category>Technik</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=541</comments>
 <pubDate>Mon, 17 May 2010 19:37:06 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Bonitätsauskunfteien, das neue Recht und das lachende Opfer]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=518</link>
<description><![CDATA[Seit dem 1. April gilt das neue Recht zu Selbstauskünften von Verbrauchern gegenüber sogenanter Auskunfteien wie der "Schufa" oder der "Credit Reform". Es ist nun für solche Auskunfteien verpflichtend, einmal im Jahr eine kostenfreie und ausführliche Auskunft über ihre Kreditwürdigkeit bzw. den Scorewert an Auskunftssuchende zu übermitteln. Weiterhin müssen die Auskunfteien Korrekturen entgegen nehmen und ggf. im Scorewert berücksichtigen. Beide Tätigkeiten sind mit Kosten verbunden und die Auskunfteien fühlten sich auch promt in der Rolle des Opfers der Politik - jedenfalls wurde das so vermittelt.<br />
Man kann sich also nun über den Stand dessen informieren, was diese Auskunfteien glauben zu wissen und man kann diese Daten korregieren.<br />
<br />
Ich denke, das sollte man auf gar keinen Fall tun - zumindest die Korrekturen sollte man für sich behalten ...... doch warum?<br />
<br />
Die Datenbanken dieser Auskunfteien sind naturgemäß stark "vergiftet" (fehlerhafte Datenbestände ohne nachträglich selbständig ermittelbare Ursache, also ohne maschinelle Korrekturmöglichkeit). Sie werden mit Daten von wirklich vielen Unternehmen gefüttert, die eigentlich auch was anderes zu tun haben, als sich mit der Schufa oder den anderen Auskunfteien zu unterhalten. Eigentlich unterhalten sich solche Unternehmen (also die darin arbeitenden Sachbearbeiter) nur mit diesen Auskunfteien wenn sie über den Kunden sauer sind, es werden also hauptsächlich negative Mitteilungen an diese Auskunfteien geliefert. Entsprechende Untersuchungen und Feldtests hatten bisweilen haarsträubend fehlerhafte Auskünfte offenbart, die durch einfache Mitteilung der Betroffenen Personen an die jeweiligen Auskunfts-Unternehmen auch recht schnell aus deren Datenbanken entfernt wurden. Es war also schon immer möglich, entsprechende Korrekturen anzubringen - wenn man denn wirklich ein Interesse an einem möglichst fehlerfreien Persönlichkeitsprofil in den kostenpflichtigen und für einen selbst nicht nutzbaren Datenbanken solchen Unternehmen hat.<br />
<br />
Diese vergifteten Datenbanken führen dazu, dass ein von solchen Unternehmen gelieferter Scorewert nicht den Stellenwert hat, welchen diese Auskunfteien gern hätten. Seriöse Unternehmen werden sich keinesfalls ausschließlich auf solche Scorewerte in der Beurteilung potentieller Kunden stützen - anderenfalls hätten sie in wirklich kurzer Zeit kaum noch neue Kunden. Aus Sicht eines Unternehmens, welches neben vielen anderen eine Dienstleistung anbietet, ist es nach erfolgreicher Kundenakquise sogar sehr vorteilhaft, wenn der neue Kunde einen möglichst schlechten Scorewert zur Vertragslaufzeit bekommt: andere Unternehmen mit gleicher Leistung werden den Kunden, für den Fall dass er den Dienstleister wechseln möchte, vielleicht nicht als Kunden haben wollen, der Kunde bleibt also erstmal beim alten und zahlt weiterhin den geforderten Preis.<br />
<br />
Bleibt also als Schlussfolgerung, dass solcherart vergiftete Datenbanken dermaßen mächtiger Unternehmen schlicht deren Macht über die werte Kundschaft anfragender Unternehmen verringern. Je fehlerhafter diese Datenbanken sind, desto geringer ist der Nutzwert, desto kleiner ist auch die Wirkung derer Nutzung.<br />
<br />
Falls man sich also entschließt, eine Selbstauskunft zu fordern und dann auch noch darin befindliche Fehler an das Scoring-Unternehmen meldet, tut man nichts weiter, als den Vergiftungsgrad der Datenbanken dieser Unternehmen zu verringern. Man gibt ihnen also Informationen, die sie noch nicht mal für Geld kaufen könnten. Gleichzeitig steigert man die Relevanz der Scorewerte, erhöht also den Nutzwert dieser Daten, was letztlich bedeutet, dass die Auskünfte dieser Unternehmen in noch stärkerem Umfang auf das zukünftige Kundenverhältnis Einfluss nehmen.<br />
<br />
Informationen sind der Wert dieser Auskunfteien, jede Korrektur an diesen Daten steigert den Wert dieser Unternehmen und ermöglicht ihnen mehr Einfluss auf das Leben derer zu nehmen, deren Daten in ihren Datenbanken liegen. Will man das wirklich?<br />
<br />
Ich jedenfalls glaube, dass in dem Moment, wo diese Regelung in Kraft getreten ist, die Freude auf Seiten der Eigentümer solcher Auskunfteien unermessliche Ausmaße angenommen hat - es passiert einfach so selten, dass die Politik ein ganzes Volk dazu aufruft, an der Wert- und Machtsteigerung einiger weniger privater Unternehmen aktiv und kostenfrei mitzuwirken. Die Verbraucherschützer machen natürlich auch mit. Eine Medienkampagne dieser Größe wäre noch nicht mal für alle Auskunfteien zusammen bezahlbar.<br />
<br />
P.S.: Ich hab vor langer Zeit aufgehört, mich für die Produkte solcher Firmen zu interessieren. Ich ignoriere sie einfach komplett aus meinem Universum. Wer mich als Kunden nicht haben will weil irgend eine dahergelaufene Auskunftei etwas über mich behauptet, mit dem will ich dann wahrscheinlich auch wirklich keine Geschäftsbeziehnung eingehen.]]></description>
 <category>Entheogene</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=518</comments>
 <pubDate>Mon, 5 Apr 2010 00:31:25 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[VDSL von Hansenet (Alice)? Fehlanzeige ...]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=489</link>
<description><![CDATA[... jedenfalls für Bestandskunden mit den etwas teureren Verträgen.<br />
<br />
So ungefähr könnte das Resümee meines Gespräches mit der Kundenberatung bei Alice lauten. Nun hab ich glücklicherweise wegen des "Comfort"-Vertrages eine kostenfreie Rufnummer für diese Information nutzen können. Aber die Sachlage ist nunmal unschön:Als Kunde mit einem Alice-Comfort - Anschuss wird man von der Hotline, die man grad davon überzeugen wollte knappe 10 Euro mehr pro Monat bei Hansenet zu hinterlegen, darauf hingewiesen, dass ein produktwechsel von einem solchen als "Business-Anschluss" bezeichneten Produkt zu einem Business-VDSL-Anschluss nicht durchführen könne.<br />
<br />
Es wurden auf intensivere Nachfrage dann so Sachen gesagt wie: "ich vermute, dass bei diesem neuen Produkt erstmal geschaut werden soll, ob es auch wirklich funktioniert." - Super. Kunden als Alpha-Tester ... Businesskunden möchte man wohl nicht zur Beruhigung auf die Oberweite von Alice starren lassen um dann lakonisch Shit happens sagen zu können.<br />
Das Internet spuckt zum Thema VDSL und Produktwechsel dann so nette Hotline-Aussagen aus wie "ein solcher Produktwechsel hat einen mindestens 2-wöchigen Komplettausfall des Anschlusses zu Folge." Damit wird dann auch klar, warum man den Leuten, die da wirklich viel für zahlen, auch erstmal keine Möglichkeit gibt, das zu kaufen. 2 Wochen ohne Telefon ist schon ein hartes Brot wenn man im Urlaub ist - im laufenden Geschäftsbetrieb ist es dann schon echt hinderlich ... vom so lange fehlenden Internetanschluss mal abgesehen.<br />
<br />
Da man sich aber erstmal nicht zufrieden gibt, kam auch gleich noch die Frage nach der festen IP-Adresse, die ich seit "Comfort" mein eigen nennen kann. Der freundliche und eilfertige Hotlinemitarbeiter war dann auch echt schnell dabei mir zu erklären, dass die feste IP auf keinen Fall möglich ist. Diese wird in keinem "Speed"-Paket mit angeboten und kann auch nicht aus dem vorherigen Paket übernommen werden. Auch hier wieder die eindringliche Fragerunde, die dann "das können die Leute von der Leitungstechnik wohl nicht in ihren Datenbanken eintragen" zu Tage förderte. Der nette Mann meinte auch, dass er diese Frage heute schon mal hatte und die Antwort deshalb noch so präsent wäre. Für sowas wären auch die Jungs von der Leitungstechnik zuständig - deren Telefonnummer wollte er mir aber auch nicht geben :-)<br />
<br />
Bleibt also zusammengefasst stehen: Kein VDSL in absehbarer Zeit - mein Produktwechsel von "ISDN-Complete-Max" auf "Alice Comfort" hatte auch ca. ein dreiviertel Jahr gedauert. Warum sollte es diesmal schneller gehen, der Blondine 'nen 10er mehr im Monat und 'nen Hunni als Honorar fürs Stillhalten bei Monatlicher Kündigungsfrist zu geben?]]></description>
 <category>Technik</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=489</comments>
 <pubDate>Mon, 16 Nov 2009 23:44:52 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Hacked ... dann doch ... Alice Box 1121]]></title>
 <link>http://blog.entheogene.de/?itemid=469</link>
<description><![CDATA[So ... eine kurze Pause später und die Erkenntnis, dass die Typen bei Siemens blöder sind als man denkt, hab ich dann mal blöde gedacht.<br />
<br />
Man setze das Userpasswort im normalen Nutzerinterface auf das Login des admin für den Telnetzugang.<br />
<br />
Also Passwort setzen auf:<br />
Alicexxxxxx123<br />
dabei die 6 x ersetzen durch die letzten drei Stellen der MAC-Adresse der Lan-Karte des Routers ohne Bindestriche.<br />
Dann im Browser <a href="http://192.168.1.1/a1d2v3a4n5c6e7d8.html">http://192.168.1.1/a1d2v3a4n5c6e7d8.html</a> aufrufen und dieses Passwort eingeben.Der Hintergrund dessen ist  mutmaßlich, dass der Webserver das Passwort gegen jenes des Systemusers testet, der sich da anmelden will.<br />
Wenn es ein user ist, so setzt er das einfach selbst, beim admin ist das etwas anders.<br />
<br />
In der backup.conf findet man auch kein echtes user-passwort, nur das des Admin ... und das ist identisch mit dem Passwort, welches man im Webinterface eingeben kann.<br />
Bei usrPasswd steht da nur eine 1 (base64 codiert natürlich).<br />
<br />
Update:<br />
Die Leute bei Hansenet denken aber auch nicht zwangsweise immer mit. Wenn man sich also auf die oben beschriebene Weise Zugang zum Advanced Interface verschafft hat, so sollte man möglichst nicht zu lange auf der Summary-Seite ... also der Startseite verharren. Die lädt alle paar Sekunden nach, hat aber im Header der Page des rechten Frames (also da wo die Zusammenfassung steht) eine Weiterleitung auf das Frameset des normalen User-Interfaces stehen.<br />
Klartext: Nach ein paar zehn Sekunden auf der Summary-Seite wird man in das normale rot/weiße Interface der Blondine entführt. Ein Klick auf den "Back-Button" des Browsers behebt das Problem dann ... die Logindaten sind ja die selben geblieben :-)<br />
<br />
Update 2:<br />
Ab und an ist das gute Teil vergesslich. Man landet dann plötzlich auf einem Login-Bildschirm. Einfach das Passwort nochmal eingeben und danach die advanced-Seite manuell aufrufen.<br />
<br />
Alles in Allem aber alles eher komisch und nicht wirklich gut nutzbar, wenn man damit öfter und intensiver arbeiten möchte. Ich hab mir jedenfalls nun 'ne HorstBox Professional von D-Link gekauft (um die 70 Euro be eBay) und werde mich damit mal bissel beschäftigen. Das Teil macht 'nen deutlich umfangreicheren Eindruck. Praktisch handelt es sich bei dem D-Link-Teil um eine ISDN/Analaog/VOIP Telefonanlage mit DSL-Modem W-LAN AP und Router. Der Wlan-AP ist sogar in der Lage, mehrere SSIDs zu verteilen. Man hat somit mehrere Funknetze die man entsprechend verwalten kann.]]></description>
 <category>Entheogene</category>
<comments>http://blog.entheogene.de/?itemid=469</comments>
 <pubDate>Tue, 15 Sep 2009 04:34:06 +0200</pubDate>
</item>
  </channel>
</rss>
